Vier Tage intensiver Begegnungen nahen sich ihrem Ende. Neue Kontakte wurden geknüpft, Freundschaften geschlossen oder vertieft, wichtige Gespräche geführt, es wurde gemeinsam gegessen, gearbeitet, gespielt, getanzt und gelacht.

Laut dem Programm, das uns unsere Gastgeber für unseren Aufenthalt ausgegeben hatten, war für den letzten Abend eine „kleine Feier“ geplant. Dass diese Bezeichnung das, was uns erwarten würde, wohl nicht treffend beschrieb, war spätestens im Laufe des Vormittags klar, als überall in der Schule mit den Vorbereitungen für die „small celebration“ begonnen wurde. Wie aber auch in den vorangegangenen Tagen legten unsere Partner großen Wert darauf, uns einzubinden, indem sie kurzerhand den Garten unseres Hauses in eine Großküche verwandelten und uns die Möglichkeit gaben, bei der Zubereitung der traditioneller Chagga-Gerichte zuzuschauen oder zu helfen. So war es für den einen oder anderen eine interessante Erfahrung, einmal selbst Reis zu verlesen, nachdem man diesen in den letzten beiden Wochen doch in recht großen Mengen konsumiert hatte, ohne zu wissen, welche Arbeit dahinter steckte. Neben den Vorbereitungen an den Kochstellen herrschte auch an deren Stellen im Garten ein buntes Treiben: Überall sah man Gruppen von tansanischen und deutschen Schülern, die Karten spielten, gemeinsam Freundschaftsbänder knüpften oder sich noch schnell einen Crash-Kurs in Deutsch bzw. Swahili gaben.
Die eigentliche „kleine Feier“ begann schließlich bei Einbruch der Dunkelheit mit einem gemeinsamen Essen, an dem alle Schüler, die am Workcamp teilgenommen hatten, sowie alle Lehrer und Mitarbeiter der Partnerschule teilnahmen. In diesem Rahmen wurde auch der traditionelle Chagga-Cake überreicht, hinter dem sich zur Verwunderung der Schüler kein Kuchen, sondern eine auf traditionelle Weise am Stück gegrillte Ziege verbarg. Auch wenn dieser Anblick nicht jedem leicht fiel, war allen die Bedeutsamkeit und die große Ehre, die uns mit diesem Geschenk zuteil wurde, bewusst, sodass selbst eingefleischte Vegetarier ein Stück aßen.
Im Anschluss an diese feierliche, fast andächtige, Zeremonie wurden wir in der Dining-Hall von allen Schülern der Schule mit lautem Singen empfangen. Unter dem Motto „Gladenbach and Kisomachi – Everlasting Partnership“ erwartete uns ein bunter Abend mit Tänzen, Liedvorträgen, Reden und Bildern, der uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird und uns noch einmal die große Gastfreundschaft und Herzlichkeit unserer Partner vor Augen führte.
So werden wir heute Abend mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen, sicherlich aber auch mit etwas Wehmut in den Flieder nach Deutschland steigen.
Kwa herini!

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