Besucher der Eröffnung der Tansania-Ausstellung durften wieder einmal einen interessanten Abend in der Schule verbringen. Mit Lesungen, vielen Bildern, einem Film und zahlreichen Gesprächen konnten einige der vielfältigen Erfahrungen vermittelt werden , die die Teilnehmer im Rahmen ihrer Studienfahrt machen konnten. Beeindruckende Kunstwerke Gladenbacher Schülerinnen und Schüler, ein besonderes Kompliment an die Schüler der 9H1, und ein reichhaltiges Buffet mit typisch afrikanischen Speisen bereicherten diesen Abend, der mehr Besucher verdient hätte.  Bilder zur Ausstellung in der Bildergalerie.
Berichte finden Sie in der Oberhessischen Presse vom 7. Mai 2011 und im Hinterländer Anzeiger vom 9. Mai. 2011.
14.01.2011

Wecken um 5 Uhr früh. Abfahrt zum Flughafen um 5.45 Uhr. Viele hängen ihren Gedanken nach. Es heißt Abschied nehmen, von einem faszinierenden Land mit seinen beeindruckenden Menschen und Kulissen. Nicht nur die vielen Widersprüchlichkeiten werden uns wohl noch lange beschäftigen. Freunde und Partner bleiben zurück. Das Internet soll helfen, unseren Austausch über gemeinsame Projekte zu intensivieren und die Situation an unserer Partnerschule zu verbessern.

Der Transport aus dem Franziskanerinnen-Kloster in Mbagala verlief dank der Hilfe von Brother Ismail, der uns trotz des frühen Zeitpunkts verabschiedete, reibungslos. Die Kontrollstationen im Airport waren für viele von uns unerwartet gründlich. (Selbst Sandalen mussten ausgezogen werden, Kaffeedosen wurden vorübergehend eingezogen, wobei ein Messer im Handgepäck die Heimreise erst antreten konnte, nachdem es, zusammen mit dem Rucksack, gesondert abgefertigt wurde.) Bei alldem zeigten sich die Kontrolleure äußerst freundlich. Ein Höhepunkt des Fluges war der Blick auf den Gipfel des Kilimanjaro aus der Höhe, der offenbarte, wie weit die globale Erwärmung den Rückgang des Schneefeldes vorangetrieben hat, eine Tatsache, die sich in näherer Zukunft negativ auf die Wasserversorgung, unter anderem auch in Kisomachi, auswirken wird.



Blick aus dem Flugzeug auf den Kilimanjaro
13.01.2011

Am Busbahnhof in Moshi ueberrascht uns Mr. Macha, der frueh aus Kisomachi gekommen ist, um Lebewohl zu sagen. Die Fahrt, ca. 9 Stunden, vermittelt noch einmal einen Blick auf sich veraendernde Vegetationen, z.B. Sisal-Felder, Ananas-Pflanzen, Kokospalmen und Mango-Baeume in Massen. Die Hauptstrasse ist von aermlichen Siedlungen gesaeumt, gepaart mit Verkaufsstaenden jeglicher Art. Richtung "Dar" verwandeln sich die einzeln stehenden Lehmhaeuser in Wellblechsiedlungen, die im Muell (v.a. Plastiktueten und -flaschen) zu versinken drohen. In den Vororten von Daressalaam gesellen sich erste Industrieanlagen dazu, der Verkehr wird dichter, die schon bekannten Staus lassen nicht auf sich warten.

Am Abend  besuchte uns eine befreundete Nonne aus Chipole/Naehe Songea, ca. 1000 km suedlich von Dar (am Lake Nyassa). Schwester Marislawa hatte eine zehnstuendige Busfahrt auf sich genommen, um uns zu sehen und um von ihrer Arbeit und ihrer Situation zu berichten. In ihrem Konvent kuemmert sie sich um etwa 360 Aids-Waisen, vorwiegend Jungen, um ihnen eine schulische Grundausbildung, ca. 3-5 Jahre, sowie anschliessend eine Arbeitsmoeglichkeit in den Doerfern zu ermoeglichen. Eine richtige Ausbildung ist dabei die absolute Ausnahme. Ihre anschauliche und erfrischende Darstellung fuehrte uns wieder einmal vor Augen, an wie vielen Stellen im Lande Hilfe zur Selbsthilfe noetig ist - eine Situation, der wir nicht gerecht werden koennen. Schwester Marislawa, die 2007 zu einem mehrtaegigen Besuch in Gladenbach war und in unserer Schule vor allem juengeren Schuelern von ihren Waisenkindern berichtete, war sehr dankbar fuer einige private Geldspenden die wir von Freunden, auch dem Weltladen Gladenbachg, erhalten hatten.
11.01.2011

Ngorongoro-Krater
Das „Unternehmen Safari, zweiter Tag“, diesmal in Jeeps, drohte bis zur Hauptstraße in Schlammlöchern zu versinken, doch zu unserem Glück hatten wir nicht „irgendwelche“ Jeeps und auch nicht „irgendwelche“ Fahrer.
Durch das perfekte Zusammenspiel von Fahrkünsten und der Robustheit unseres Gefährts erreichten wir trotz der schlechten Straßenbedingungen den Kratereingang.
Der Versuch, für die Schüler einen Schülerrabatt zu erhalten, scheiterte in der Erkenntnis, dass die Parkleitung sie „gnadenlos“ als Erwachsene einstufte und wir deshalb den üblichen hohen Eintrittspreis für ausländische Besucher entrichten mussten. Möge er dem Parkerhalt dienen!!!
Mit gefühlten 70km/h (dem Tacho nach mit „0“) fuhr unser Jeep die schlammige Piste vom Kraterrand bis ins „Innere“. Unterwegs ein faszinierender Blick in den „Innenraum“, Wasser, Weiden, trockene Flächen, Weite. Unten angelangt, machten sich die Bremsen durch beißenden Geruch und deutliche Rauchschwaden bemerkbar. Vom Schaden unbeeindruckt, setzten wir unsere Reise nach dem Motto „no risk no fun“ fort. Landschaft gab`s wie ein paar Tiere auch, aber das interessiert ja keinen, es sei denn, Ihr hättet gern noch etwas von der Begegnung mit einem Löwen und seinen zwei „Frauen“ und 4 Kindern nach Verzehr eines gerissenen Gnus gewusst oder vom „Luftangriff“ einer Schar von Milanen beim Verzehr unserer Lunchpakete (zwei leicht Verletzte), vom gefahrvollen Durchqueren einer riesigen Wasserbüffelherde und mehreren „U-Booten“, die sich beim Auftauchen als Nilpferde entpuppten…
Julian, Moritz

Karatu-Sisters
Acht starke Frauen am Kraterrand
-ein Nonnenkonvent in abgelegener Höhe
-neben Spiritualität harte Arbeit in der Landwirtschaft und Ausbildung junger Frauen
-völlig unberührt vom „Big Five-Tourismus“
-beeindruckende Blumenbeete und –sträucher
-Energiesparbirnen in allen Lampen
-eine der größten Kaffeeplantagen in der Kilimanjaro-Region, von 3 Schwestern betrieben
-Der angebaute Arabica-Kaffee kann nicht einmal zum Anbaupreis verkauft werden.
-liebevoll gestaltete Einfachheit des Anwesens
-beeindruckende Gastfreundlichkeit und Weltoffenheit
-ein unvergessliches Erlebnis
D.Häring/H.Bickel




Einblick in den Ngorongoro-Krater



Mit den Jeeps ueber den Talboden



Kronenkranich



Der Chef vom Tal



Satt und zufrieden...



Burchell-Zebra



"Schlammrutsche"bis zu den Karatu-Sisters (Wer bremst, verliert!)
10.01.2011

Am Montag ging’s dann los zum berühmten Tarangire-Nationalpark. Auf der vierstündigen Fahrt über Arusha konnten wir in der Maasai-Steppe Runddörfer, Rinderherden und ihre rot-blauen Hirten bestaunen.
Im Tarangire-Nationalpark setzte sich die Steppe zunächst fort; später ging sie in Baobab-Bäume, Schirmakazien, Büsche und Gras über.
Die Weite der Landschaft beeindruckte genauso wie die zahlreichen Tiere, vor allem Elefanten, einzeln und in Rudeln bis zu 30 Tieren verschiedener Generationen. Auch Impalas (eine Antilopenart) traten in Rudeln auf, während Giraffen sich einzeln oder zu zweit hohe Bäume zum Fraß vornahmen.
Am Ende unserer 150 km langen Fahrt durch den Nationalpark brachen wir zu unserem Quartier in einem kleinen Kloster auf. Allerdings erschwerte ein schwerer Regenschauer unsere Anreise dorthin, denn er verwandelte die Wege in Matschstraßen, die es zu bezwingen galt. Mit viel Mut und Geschick unseres Busfahrers blieben wir nirgends stehen (oder nur fast), sondern gelangten heil ans Ziel, ins Sister-Haus in Karatu, wo uns Sister Angela und Sister Theresia mit leckeren Speisen erwarteten. Zwei große Schlafsäle konnten wir nutzen, denn die Nähschülerinnen, die sonst darin wohnen, kommen erst nächste Woche aus den Weihnachtsferien zurück.
Jana, Sarah R.






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