Mensa

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Schulamt teilt uns am heutigen Dienstagmorgen, den 04.05.2021, mit, dass das Inzidenzwert am fünften Werktag in Folge unter der Grenze liegt, so dass nach den Vorgaben der „Bundesnotbremse“ der Schulbetrieb ab Donnerstag, den 06.05.2021, nach den folgenden Vorgaben wieder aufgenommen wird:

  • Ab Donnerstag, 06.05.2021, werden alle Jahrgänge in allen Schulformen im Wechselunterricht beschult. Für die Abschlussklassen behalten die bekannten Ausnahmeregelungen bis auf Weiteres Gültigkeit.
  • Für die Schüler*innen der Jahrgangstufen 1 bis 6 wird neben dem Wechselunterricht weiterhin eine Notbetreuung angeboten.
  • Die Testpflicht für Schüler*innen und Lehrkräfte gilt uneingeschränkt. Die Maskenpflicht sowie die Abstands- und Hygieneregeln bleiben weiterhin in Kraft.

 

Ich freue mich sehr über die Wiederaufnahme des Wechselunterrichts!

 

Mit den besten Grüßen
Dr. Holger Schmenk
Schulleiter

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und
Kollegen,

das Schulamt hat am Freitag, den 30.04.2021, auf die erfreuliche Entwicklung des kontinuierlich sinkenden Inzidenzwertes hingewiesen. Dieser liegt am dritten Tag in Folge unter 165. Dienstag wäre voraussichtlich der 5. Werktag (der Samstag ist in dieser Woche zählt als Feiertag nicht mit). Sofern die Zahlen nicht wieder über 165 steigen, würden dann nach den Vorgaben der „Bundesnotbremse" am Donnerstag, den 06.05.2021, die Schulen für den Wechselunterricht in allen Klassen öffnen.
Neben dem Wechselunterricht in den Klassen 1 bis 6 würde das Angebot der Notbetreuung bestehen bleiben.

Die offizielle Entscheidung darf erst von Seiten des Schul- und Gesundheitsamtes am 5. Werktag einer Inzidenz von unter 165 fallen. Der Transparenz halber teile ich Ihnen aber schon jetzt mit, dass wir großer Hoffnung sind, aber Donnerstag wieder in den Wechselunterricht für alle Jahrgangstufen gehen zu können.

Ich wünsche einen schönen ersten Maifeiertag!
Ihr Dr. Holger Schmenk
(Schulleiter)

Liebe Erziehungsberechtigte,

die Busunternehmen haben uns folgendes mitgeteilt:

„Aufgrund der neuen Fassung des Bundesinfektionsschutzgesetz gilt ab sofort eine neue Regelung: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt an drei Tagen in Folge über 100, gilt ab dem übernächsten Tag, dass eine FFP2-Maske (oder vergleichbar) als Mund-Nase-Bedeckung getragen werden muss in sämtlichen Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs sowie an Bushaltestellen. Eine OP-Maske reicht nicht aus.
Sollte die Inzidenz unter 100 liegen, kann als Mund-Nase-Bedeckung in den genannten Bereichen auch eine andere medizinische Maske getragen werden. Als medizinische Masken gelten OP-Masken oder virenfilternde Masken der Standards FFP2, KN95 oder N95.
Alle Menschen ab 6 Jahren müssen diese Mund-Nase-Bedeckung tragen, ausgenommen sind lediglich Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen sind auch ausgenommen.“

Wir bitten Sie darauf zu achten, dass ihr Kind mit einer entsprechenden FFP2-Maske ausgestattet ist, sofern es mit dem Bus zur Schule fährt.

Mit den besten Grüßen
Dr. Holger Schmenk
(Schulleiter)

Die Erinnerungen an Diana S., Schülerin der 10 R, sind noch „wach“. Nach vier Jahren in Gladenbach reiste die Familie am 5. Dezember 2020 nach Gudermes in Tschetschenien zurück.
Ihre Erfahrungen hat Diana aufgeschrieben und sie vor ein paar Tagen per Mail gesandt. Sie lässt ihre Klasse und ihre ehemaligen LehrerInnen herzlich grüßen.

Bis 2016 lebten meine Familie und ich in Gudermes, einer Stadt von etwa 55 000 Einwohnern, nahe Grosny in Tschetschenien. Damals besuchte ich die 9. Klasse und hatte den Wunsch, die Abschlussprüfung nach der 11. zu schaffen und dann auf die Universität zu gehen. In der 9. Klasse fingen wir mit Präsentationen an und ich merkte, dass ich gut klarkam. Probleme sah ich keine und war mir sicher, die Schule zu schaffen. 
Die Pläne zerschlugen sich und wir mussten aus einem bestimmten Grund nach Deutschland ausreisen. 
Ich konnte nichts machen, war traurig und depressiv.
Als ich nach Deutschland kam, war für mich alles fremd, die Nationalität, die Atmosphäre, das Essen, die Tradition, die Sprache und die Menschen, zu denen ich zunächst keinen Kontakt aufbauen konnte. 
Meine Freunde, die ich in Tschetschenien hatte, verlor ich. Es war damals schwer, das zu erleben. 
Ich machte mir Gedanken, wie ich ein neues Leben beginnen könnte und fing mit dem Deutschkurs an. Die ersten Eindrücke und Erfahrungen waren eine Enttäuschung. Ich lernte die Sprache intensiv und versuchtе, die Angst zu unterdrücken und oft mit jemandem auf Deutsch zu reden. Die Freundlichkeit und nette Art meiner Lehrerin, die Freundschaften in der Klasse, schöne Gefühle und der Wunsch, diese Sprache zu lernen, halfen mir. So fing es an, dass ich neue Freunde kennenlernte. Die Zeit lief davon und ich bekam mehr Chancen, gut klarzukommen. In der Intensivklasse wurde ich zur Klassensprecherin gewählt. Das war für mich das schönste Gefühl.
Als ich die Kurse beendete, kam schon was anderes. Ich musste wieder meine Freunde aus dem Deutschkurs verlassen und in die Regelklasse gehen, aber wir gingen alle in verschiedene Klassen. 
Dann begann der nächste Schritt! 
Ich machte mir Sorgen, wie die deutschen Schüler mich annehmen würden, wie ich zu ihnen Kontakt aufbauen würde und wie sie einer Ausländerin gegenübertreten. So viele Fragen quälten mich. Aber dann wusste ich, dass die Gedanken unnötig waren. Die deutschen Schüler stellten sich zu mir, wir lernten uns kennen und es freute mich sehr, dass ich mit den anderen Bekanntschaft machen konnte.
Zu dieser Zeit musste ich noch Englisch verbessern und bekam dazu Hilfe von verschiedenen Organisationen, von der Schule und der Flüchtlingshilfe, die immer da waren, wenn man Hilfe brauchte. Auch bekamen wir eine Sozialarbeiterin, die uns sehr hilfreich war. Jeder Lehrer und jede Lehrerin halfen mir immer und zu jeder Zeit. 
Auch die Europaschule Gladenbach ohne Rassismus, die jeden Menschen, jede Religion und Tradition respektiert, unterstützte mich. Es spielt eine große Rolle, weil die Menschen sich gegenseitig achten und es gab keine dummen Sprüche darüber, ob ein Mensch schwarz oder weiß ist. In der Schule wusste jeder, dass alle Menschen gleich sind. Sie verhielten sich danach. “Wir sind gleich!”, “Wenn einer es kann, kann es auch der andere”. Die Nationalität oder Religion spielten keine Rolle. Natürlich gab es auch einige, zum Glück wenige, die sich schlecht verhielten. Sie waren einzeln.
Aufgrund der Tatsache, dass ich wenig über Deutschland wusste, fing ich an, mich für viele Themen zu interessieren und mich zu informieren, vor allem für das Fach POWI. 
Ich kannte bald viele Informationen über Gesetze, politische Ereignisse und Artikel im Grundgesetz. Dann nahm ich mir vor, dieses Interesse später beruflich zu nutzen. Für die Abschlusspräsentation in POWI plante ich, mein Land vorzustellen.
Über mich:
Zunächst sah ich wie ein typisches tschetschenisches Mädchen aus und machte mir Gedanken, mich ein bisschen zu verändern, weil ich mich so sehr von den anderen unterschied. Dann modifizierte ich meinen Stil, zog Aktuelles an und färbte meine Haare. Ich war glücklich und war nicht so anders. Das gefiel mir. Ich fühlte Freiheit und das war das Wichtigste in meinem Leben. Ich war mir sicher, dass ich in Deutschland von niemandem gezwungen werde und sicherlich ein freies Leben habe. 
Ich hatte viele Kontakte zu verschiedenen Menschen. Mich interessierten andere Sprachen, Kulturen und natürlich das nationale Essen. Meine Wünsche und Interessen wurden geweckt. 
So lebte ich bis März 2020, solange, bis ich von meiner Familie eine Nachricht bekam.
Mir wurde gesagt, dass wir im Dezember nach Tschetschenien zurückkehren. Es war zufällig der 5. Dezember. Genau an diesem Tag vier Jahre vorher waren wir in Deutschland angekommen.
Da wusste ich nicht, ob ich traurig oder doch glücklich sein sollte. Was ich verstand, war, dass ich trauriges Glück hatte. 
Wie? Was? Warum denn? Hier konnte ich doch eine eigene Karriere aufklappen, die Realschule abschließen. Ich gab mir doch Mühe, die Sprachen zu lernen, zu neuen Menschen Kontakt aufzubauen. Ich wurde wieder traurig, aber andererseits freute ich mich, weil ich auch Heimweh gehabt hatte.
Der Begriff “Heimat” ist für mich sehr umfassend und bezieht sich auf Mehreres. Jedenfalls ist Heimat viel mehr als Familie, Familienhaus, Heimatort, Heimatstadt bzw. Heimatland. Die materiellen Dinge sind nur ein Teil des Begriffes “Heimat”. Deshalb heißt meine Geschichte “Trauriges Glück”. 
Da ist dieser Moment, in dem man nicht weiß, ob man glücklich oder traurig ist. 
Jetzt bin ich in Tschetschenien und habe wieder ein neues Leben begonnen. Ich habe viele Erinnerungen an Deutschland, Tipps fürs Leben und Kontakte mit guten Menschen. Froh bin ich, dass ich die Zeit in Deutschland verbracht habe. Ich habe viel gelernt, versucht und meine Wünsche erfüllt, neue Sprachen gelernt und etwas den Sinn des Lebens verstanden. Mitbekommen habe ich, dass mein Selbstwertgefühl nur von mir bestimmt wird. Ich brauche niemanden, der das für mich erledigt, und ich muss mich nicht auf jemanden verlassen, um zu entscheiden, wer “Ich” bin. Das sind meine Flügel und ich soll und will mit ihnen fliegen.

Am Ende bedanke ich mich bei den Menschen, die immer für mich da waren und mir geholfen haben, wenn ich Hilfe und Unterstützung brauchte. 
Ein großes Dankeschön an die Lehrerin, die mir Deutsch beigebracht hat. Mit ihrer Hilfe sind meine Deutschkenntnisse besser geworden und sollen bestehen bleiben. Das hoffe ich.
Ich werde an euch denken und mich erinnern!

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

informieren muss ich Sie über die Änderungen im Schulbetrieb aufgrund der so genannten "Notbremse" des Bundes, die erneut Auswirkungen auf unseren Schulbetrieb hat und damit Planänderungen mit sich bringen wird.

Das Ministeranschreiben finden Sie hier: Aktuelle Information zum Schul- und Unterrichtsbetrieb: Auswirkungen der sog. Notbremse des Bundes

Das Wichigste:

  • Ab einer Inzidenz von über 100 greifen „automatisch", d.h. ohne eine Allgemeinverfügung des Landkreises, die bundesgesetzlichen Regelungen.
  • Eine Rückkehr zur vorherigen Stufe ist erst möglich, wenn die regionale Inzidenz über 5 Tage unter dem jeweiligen Schwellenwert liegt.

Aktuell bedeute dies für alle Schulen in unserem Landkreis:

  • Da die Inzidenz weiterhin über 165 liegt, gelten weiterhin die Regelungen dieser Woche, d.h. Distanzunterricht ab Klasse 1 mit Notbetreuung und den im Schreiben genannten Ausnahmen. 
  • Neu ist, dass ab einer Inzidenz über 165 auch die Abschlussklassen in den Wechselunterricht müssen. Hier gilt in Hessen die im Schreiben genannte Übergangsregelung, d.h. Umsetzung bis spätestens ab 03.05.2021. Daher kann am Montag auf jeden Fall noch der geplante Präsenzunterricht in geteilten Lerngruppen stattfinden.

Mit den besten Grüßen

Dr. Holger Schmenk
Schulleiter

Pädagogischer Tag der Europaschule Gladenbach zum Thema Digitalisierung

Die „pädagogischen Tage“ waren zu Normalzeiten eine Art Vorläufer des Homeschoolings: Die Schülerinnen und Schüler freuten sich diebisch, dass sie nicht in die Schule mussten, während die Lehrkräfte sie mit Distanzaufgaben angemessen zu beschäftigen versuchten. Gleichzeitig drückten sie selbst in Fortbildungen die Schulbank oder arbeiteten kollektiv an der Schulentwicklung.

Am Dienstag, dem 20. April, kamen beide Aspekte zum Tragen: Das Kollegium der Europaschule Gladenbach versammelte sich virtuell in einer Videokonferenz, um sich zum Thema Digitalisierung weiterzubilden und in Folge ebendiesen Prozess an der ESG weiter voranzutreiben.

Denn dass am Digitalen kein Weg vorbeiführt, ist so klar wie das Display eines eBook-Readers. Die Frage ist nur: Welche Aspekte der alten, analogen Schule waren vielleicht gar nicht so übel und sollten beibehalten werden, und was muss in welchem Tempo den modernen Zeiten weichen?

Solchen Fragen widmete sich Thomas C. Ferber, der Leiter der Marburger Richtsberg-Gesamtschule, in seinem Vortrag. Und er fand eine recht eindeutige Anwort darauf: sprach vom „Museum Schule“, das die letzten zweihundert Jahre technischer Entwicklung verschlafen habe, vom „Bulimie-Lernen“ nur für die jeweils nächste Klausur, vom eingeengten „Brockhaus-Denken“ – und ließ generell kaum ein gutes Haar am traditionellen Schulsystem.

Ließ man den Anteil bewusst kalkulierter Provokation in seiner engagierten Ansprache einmal beiseite (Ferber erwähnte mehrfach, dass nun sicherlich ein Teil des Publikums „in Wallung gerät“), dann blieb eine durchaus konstruktive Fundamentalkritik am Schubladen-Schulsystem, in dem ständig eingeteilt wird: in Jahrgänge, in Klassen, in Fächer. Aber gerade diese stetige Kategorisierung, Aufteilung und damit Trennung widerspreche, so der Referent, leider grundlegend dem vernetzten Denken, das die komplexe Moderne uns abverlangt.

Gleichzeitig stellte er einen möglichen ersten Schritt hin zu einem alternativen Schulsystem vor: das „PerLenWerk“, halb Kofferwort, halb Akronym für eine „personalisierte Lernumgebung und Werkstätten“, mit der die Richtsbergschule sich auf den Weg in die Digitalität gemacht und gute Erfahrungen gesammelt hat.

So war es nicht weiter überraschend, dass ein gut Teil des überbordenden Digital-Enthusiasmus des Referenten dann am Nachmittag auf die Teilnehmer*innen des pädagogischen Tages überschwappte, als diese sich in Kleingruppen zusammenfanden, um – nun freilich doch noch nach Fächern sortiert, aber man muss ja mal irgendwo anfangen – ein umfassendes Konzept zur Nutzung digitaler Medien und Endgeräte an der Europaschule Gladenbach zu erarbeiten.

Denn wie lautete das Eingangs-Statement des Referenten so schön? „Digitalität geht nicht wieder weg.“ Das kann man als fatalistisch-resignierten Stoßseufzer verstehen – oder als Ansporn und Motivation.

Die Schaltzentrale der Videokonferenz in der ESGThomas C Ferber Leiter der Richtsberg Gesamtschule bei seinem Vortrag
Die Schaltzentrale der Videokonferenz in der ESGThomas C Ferber, Leiter der Richtsberg-Gesamtschule, bei seinem Vortrag

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

auch wenn bislang lediglich eine Vorabinformation durch das Schulamt erfolgt ist, möchte ich Sie nicht länger mit den aktuellen Informationen zum Schulbetrieb warten lassen. Aufgrund der hohen Inzidenz von über 200 im Landkreis Marburg-Biedenkopf gelten ab dem 19.04.2021 folgende Einschränkungen für den Schulbetrieb:

  • Ab Montag, 19.04.2021, werden alle Schüler*innen ab Klasse 1 aufwärts nur noch im Distanzunterricht nach Stufe 4 unterrichtet.
  • Für die Abschlussklassen aller Schulformen (9H, 10R, Q2 und Abiturjahrgang Q4) hat die bisherige Ausnahmeregelung „Präsenzunterricht bei Einhaltung des Mindestabstandes in geteilten Lerngruppen“ weiterhin Bestand.
  • Für die Schüler*innen der Klassen 1 bis 6 besteht das Angebot der Notbetreuung unter den bisherigen Bedingungen (beide Elternteile bzw. das alleinerziehende Elternteil sind berufstätig oder studieren. Die entsprechende Arbeitgeberbescheinigung muss vorgelegt werden).
  • Für die Schüler*innen in der Notbetreuung, für die Abschlussklassen und für das schulische Personal ist die Testpflicht unter den bekannten Bedingungen umzusetzen (Schnelltest darf nicht älter als 72 Stunden sein).

Mit den besten Grüßen

Dr. Holger Schmenk
Schulleiter

Europaschule Gladenbach

Dr.-Berthold-Leinweber-Str. 1
35075 Gladenbach

Tel. +49 - (0)6462 9174-0
Fax +49 - (0)6462 9174-19
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