Schulentwicklung 1993 – 2005
Unsere gemeinsamen Ziele seit 1993 waren: Erhalt und Ausbau der Partnerschule. Kisomachi Secondary School sollte als Tagesschule voll funktionsfähig erhalten und gleichzeitig als Boarding School ausgebaut werden. Damals waren es die Entfernungen, die die Dorfkinder täglich zu Fuß (!) zurücklegen mussten – bis zu 10 km eine Strecke -, die uns für den Bau des Internats bewogen. Mit steigender Attraktivität der Internatsschule seit etwa drei Jahren kommen auch zunehmend Schüler/innen aus fernen Städten, so aus Daressalam oder Arusha, in die idyllisch zwischen Kibo und den Bergen Kenias gelegene Schule. Eine Entwicklung, die durchaus auch für die Bevölkerung im Schuleinzugsbereich Vorteile hat, konnte doch durch die höheren Internatsbeiträge das Schulgeld für die Tagesschule in Grenzen gehalten werden.
Bereits seit 1993 träumten wir vom Ausbau der Schule bis zum A-Level (Abitur). Heute, 12 Jahre danach, steht dieser Traum vor seiner Verwirklichung.
Die Schule hat seit 1993 in jeder Hinsicht an Statur gewonnen. Sie verfügt über ausreichend Einrichtungen einer Boarding School und ist von Klassen- und Fachräumen her insgesamt für das ehrgeizige Ziel gerüstet. Von der Qualität gehört sie zu den besten in der Region, und auch im nationalen Ranking liegt sie im Examensschnitt des O-Level bei den besten 40%.
425 Schüler/innen besuchen 2005 Kisomachi. Im April 2005 konnten wir uns auf die notwendige Antragsstellung für die Aufstockung der Schule um 3 Jahrgänge ab 2006 einigen. Geplant sind 2 streams , je 1 Klasse, und zwar mit den Schwerpunkten a) Englisch, Geschichte, Geographie und b) Mathematik, Naturwissenschaften. Ausreichend Aspiranten unter den Schülern, auch von Nachbarschulen, gibt es. Auch Lehrer können zusätzlich angeworben werden – vorausgesetzt, Lehrerwohnungen stehen zur Verfügung.
Die Bedeutung des sukzessiven Ausbaus bis zum A-Level kann für die Region nicht hoch genug eingeschätzt werden:
- wird Kisomachi Sec. School im Ausbaustadium auf rund 600 Schüler/innen anwachsen und – über das Schulgeld – insgesamt besser finanziert werden können.
- wird die Schule die einzige Schule im Umkreis von ca. 30 km sein mit einem vollständigen Sekundarstufenangebot.
Dies macht sie zu einem zentralen Standort in diesem Teil des Kilimandscharogebiets.
Es ist schon denkwürdig, dass wir 1994 als erstes Lehrerwohnungen planten und bauten und 2005, dem voraussichtlich letzten Bauprojekt, erneut Lehrerwohnungen planen und bauen wollen! Was dazwischen liegt – und es war nicht wenig – kann der „Bilanz 2005“ entnommen werden.