Information des Schulleiters

 

Sehr geehrte Eltern, verehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, 

seit November 2008 haben wir uns, also alle Teilgruppen der Schulgemeinde, intensiv mit der Frage beschäftigt, was wir unter einer guten Schule verstehen. Dieser Schulentwicklungsprozess sollte auch eine Antwort auf die Frage geben, ob zukünftig der gymnasiale Bildungsgang achtjährig (G8) oder neunjährig (G9) organisiert sein soll. In vielen Arbeitsgruppensitzungen, auf zwei Pädagogischen Tagen, auf mehreren Gesamtkonferenzen und Schulelternbeiratssitzungen wurden vier Konzepte entwickelt und diskutiert.

 

Rückkehr zu G9

Am 3.11.09 hat sich schließlich die Schulkonferenz mit deutlicher Mehrheit für ein pädagogisches Konzept auf der Grundlage einer G9-Stundentafel entschieden. Damit gelten für die Schülerinnen und Schüler, die zum nächsten Schuljahr 2010/11 in den fünften Jahrgang der Förderstufe eintreten und nach der Förderstufe den Gymnasialzweig besuchen, die Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums für den neunjährigen gymnasialen Bildungsgang.

Für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs sechs der Förderstufe und der Jahrgänge sieben bis neun des Gymnasialzweiges des nächsten Schuljahres (2010/11), die sich im G8 System befinden, gelten weiterhin die Bestimmungen des G8. Nur wenn die Eltern eines Jahrgangs einstimmig die Rückkehr zu G9 beschließen, ist ein Ausstieg aus G8 möglich. Wir werden im Januar oder Februar des nächsten Jahres in einem geregelten Verfahren die Frage der möglichen Rückkehr klären.

 

Neuerungen

Die Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Förderstufenjahrgänge treffen auf einige Innovationen.

Im Jahrgang 5 wird es an einem Nachmittag bis 14:55 Uhr Pflichtunterricht geben, im 6. Jahrgang an zwei Nachmittagen. An diesen langen Schultagen wird es eine längere Mittagspause geben als bisher, mit der Möglichkeit zum Essen und Entspannen. Neben den regulären, vorgeschriebenen Stundentafeln wird es verpflichtend für alle zusätzlich Zeit zum Fördern, Üben, Lernen in Projekten geben.

Die Förderstufe soll stärker so gestaltet werden, dass sie ein Lern- und Lebensort für ihre Kinder ist.

Das Arbeiten in den fünften Klassen soll beruhigt werden, d. h. wir verzichten auf die Verkursung (A/B/C-Kurse)  in Mathematik und Englisch, wir wollen das gemeinsame Lernen im Klassenverband stärken. Aus den gleichen Überlegungen (Beruhigung und Stabilisierung) führen wir die zweite Fremdsprache – anders als bisher – erst im sechsten Jahrgang ein. In diesem Jahrgang werden wir dann die Differenzierung nach Grund- und Erweiterungskurs in Mathematik, Englisch und Französisch (Latein auf einem Niveau) einführen und damit auf die Schullaufbahn nach der Förderstufe vorbereiten. Wie bisher wird es am Nachmittag Angebote geben (AG, Hausaufgabenhilfe), an denen ihre Kinder freiwillig teilnehmen können.

Soweit die Grundzüge des neuen Konzeptes in Bezug auf die Förderstufe. Weitere Neuerungen, auch für die Phase nach der Förderstufe, stellen wir bei Gelegenheit vor. Die Busabfahrt um 15 Uhr muss vom Kreis genehmigt werden, der Einführung der zweiten Fremdsprache im sechsten Jahrgang muss das Kultusministerium zustimmen. Diese Bestandteile des Konzeptes stehen also noch unter Vorbehalt.



Baumaßnahmen

Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren viel an unserer Schule gebaut wird.

Das ist begrüßenswert und wird Verbesserungen beim Brandschutz und der Schall- und Wärmedämmung bringen. Darüber hinaus werden die naturwissenschaftlichen Fachräume modernisiert, so dass beste Voraussetzungen für anspruchsvollen, experimentellen Unterricht entstehen.

Während der Umbauphasen wird es aber erhebliche Belastungen und Einschränkungen für den Unterricht geben. Der Beginn des ersten Bauabschnittes steht unmittelbar bevor. Betroffen sind die Klassen 7G1-4, 9H1/2 und 7R3. Bis Ostern sind diese Klassen in anderen Räumlichkeiten „provisorisch“ untergebracht.

Nach dem Umbau wird der Zuschnitt der Räume wegen neuer Fluchtwege verändert sein, die Decken werden brandschutz-  und schallschutztechnisch optimiert sein die Beleuchtung wird besser sein.

Im zweiten Bauabschnitt ab Frühjahr 2010 werden ähnliche Maßnahmen in den Räumen, die über dem Verwaltungstrakt liegen, umgesetzt. Die Fachräume stehen dann für naturwissenschaftlichen  Unterricht nicht zur Verfügung. Diesen Unterricht in Ersatzräumen durchführen zu müssen, wird eine große Herausforderung sein. Über weitere Baumaßnahmen und Umbauprojekte werden wir regelmäßig informieren.

 


gez. M. Prötzel, Schulleiter